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Möglichkeiten der Optimierung einjähriger Blühstreifen für blütenbesuchende Insekten

  • Die Anlage von Blühstreifen in Agrarlandschaften verfolgt das Ziel, einem voranschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt entgegenzuwirken. Allerdings gibt es noch großen Verbesserungsspielraum. Ausgehend von den Befunden eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens wird dargestellt, wie Blühstreifen optimiert werden können und dadurch die Vielfalt an blütenbesuchenden Insektenarten erhöht werden kann. Die zur Ansaat übliche Verwendung nicht standortangepasster Standardmischungen birgt das Risiko, dass sich viele Pflanzenarten - insbesondere bei ungünstiger Witterung im Frühjahr - nicht etablieren. Zudem werden durch die in Standardmischungen oftmals verwendeten Neophyten und Kulturarten überwiegend ubiquitäre Insektenarten gefördert, während heimische und standortangepasste Segetalarten sowohl ubiquitäre als auch spezialisierte Blütenbesucher aufweisen und damit ein besonders breites Spektrum an Insektenarten fördern. Artenreiche Saatmischungen aus standortangepassten PflanzenartenDie Anlage von Blühstreifen in Agrarlandschaften verfolgt das Ziel, einem voranschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt entgegenzuwirken. Allerdings gibt es noch großen Verbesserungsspielraum. Ausgehend von den Befunden eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens wird dargestellt, wie Blühstreifen optimiert werden können und dadurch die Vielfalt an blütenbesuchenden Insektenarten erhöht werden kann. Die zur Ansaat übliche Verwendung nicht standortangepasster Standardmischungen birgt das Risiko, dass sich viele Pflanzenarten - insbesondere bei ungünstiger Witterung im Frühjahr - nicht etablieren. Zudem werden durch die in Standardmischungen oftmals verwendeten Neophyten und Kulturarten überwiegend ubiquitäre Insektenarten gefördert, während heimische und standortangepasste Segetalarten sowohl ubiquitäre als auch spezialisierte Blütenbesucher aufweisen und damit ein besonders breites Spektrum an Insektenarten fördern. Artenreiche Saatmischungen aus standortangepassten Pflanzenarten (möglichst regiozertifiziert) könnten wesentlich besser als Standardmischungen zum Segetal- und Insektenartenschutz in Agrarlandschaften beitragen.show moreshow less

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Metadaten
Author:Swantje Grabener, Simon Hein, Werner Härdtle, Thorsten Assmann, Estève Boutaud, Martin Kubiak, Fee V. Luck, Christian Schmid-Egger, Torben Scholz, Axel Ssymank, Karin Ullrich, Pascale Zumstein, Claudia Drees
URN:urn:nbn:de:hbz:b219-10930
DOI:https://doi.org/10.19217/NuL2021-12-01
Parent Title (German):Natur und Landschaft : Zeitschrift für Naturschutz und Landschaftspflege
Subtitle (German):eine Fallstudie aus der nordwestdeutschen Agrarlandschaft
Publisher:Kohlhammer
Place of publication:Stuttgart
Document Type:Article
Language:German
Release Date:2022/12/01
DNL-online Keyword:Ackerrandstreifen; Ackerwildkraut; Agrarlandschaft; Agrarumweltprogramm; Artenschutz <Tier>; Bestäuber; Biodiversität; F+E-Vorhaben; Forschungsvorhaben; Insecta; Insekten; Lüneburger Heide; Niedersachsen; Offenland; Saatgutmischung
Volume:2021
Issue:96 / 12
Page Number:9
First Page:561
Last Page:569
Journals:Natur und Landschaft
Licence (German):License LogoCreative Commons - CC BY-ND - Namensnennung - Keine Bearbeitungen 4.0 International