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Der Zustand der Natura-2000-Schutzgüter in den deutschen Gewässern der Nordsee

  • Für das Jahr 2020 gab es klar definierte, national und international festgelegte Ziele zum Schutz der marinen biologischen Vielfalt und der Meeresumwelt insgesamt. Ausgehend von der vorliegenden Darstellung der aktuellen Zustände der marinen Schutzgüter ist jedoch zusammenfassend festzustellen, dass diese Schutzziele in der deutschen Nordsee nicht erreicht wurden. Auch in Gebieten, die speziell für den Schutz der marinen Arten und Lebensräume vorgesehen sind und in denen Naturschutz Vorrang hat, also in marinen Schutzgebieten und Nationalparks, wurden sie vielfach verfehlt. Hauptgrund sind die größtenteils nicht eingeschränkten ökonomisch begründeten Nutzungen mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen. Eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung ist nach wie vor nicht erreicht. Es ist notwendig, auch auf politischer Ebene die Meeresnatur belastende Nutzungen wie die Fischerei einzuschränken, in die Meere gelangende Nähr- und Schadstoffe zu reduzieren, den Klimawandel an derFür das Jahr 2020 gab es klar definierte, national und international festgelegte Ziele zum Schutz der marinen biologischen Vielfalt und der Meeresumwelt insgesamt. Ausgehend von der vorliegenden Darstellung der aktuellen Zustände der marinen Schutzgüter ist jedoch zusammenfassend festzustellen, dass diese Schutzziele in der deutschen Nordsee nicht erreicht wurden. Auch in Gebieten, die speziell für den Schutz der marinen Arten und Lebensräume vorgesehen sind und in denen Naturschutz Vorrang hat, also in marinen Schutzgebieten und Nationalparks, wurden sie vielfach verfehlt. Hauptgrund sind die größtenteils nicht eingeschränkten ökonomisch begründeten Nutzungen mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen. Eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung ist nach wie vor nicht erreicht. Es ist notwendig, auch auf politischer Ebene die Meeresnatur belastende Nutzungen wie die Fischerei einzuschränken, in die Meere gelangende Nähr- und Schadstoffe zu reduzieren, den Klimawandel an der Wurzel - dem hohen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß - abzumildern und im marinen Bereich Schutzgebiete mit Nullnutzung zu etablieren, die dauerhaft echte Rückzugs- und Ruheräume für Arten garantieren.show moreshow less

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Metadaten
Author:Britta Knefelkamp, Kai Eskildsen, Mirko Hauswirth, Kathrin Heinicke, Rolf Karez, Axel Kreutle, Gregor Scheiffarth, Alexander Schröder, Jan Witt, Richard Czeck
URN:urn:nbn:de:hbz:b219-11041
DOI:https://doi.org/10.19217/NuL2022-01-04
Publisher:Kohlhammer
Place of publication:Stuttgart
Document Type:Article
Language:German
Release Date:2023/01/03
DNL-online Keyword:Aves; Benthos; Bewertung; Deutschland; FFH-Richtlinie; Fauna; Fische; Mammalia; Meer; Meeresnutzung; Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie; Meeressäugetier; NATURA <2000>; Naturschutz; Nordsee; OSPAR-Übereinkommen; Pisces; Seevogel; Säugetiere; Vogelschutzrichtlinie; Vögel
Volume:2022
Issue:97 / 1
Page Number:10 Seiten
First Page:18
Last Page:27
Journals:Natur und Landschaft
Licence (German):License LogoCreative Commons - CC BY-ND - Namensnennung - Keine Bearbeitungen 4.0 International